Beerdigung

Ein Sterbefall kann plötzlich oder lang erwartet eintreten. Fast immer stellt er die Angehörigen vor eine Situation, für die man am besten schon etwas vorbereitet ist. Aus diesem Grund möchten wir ihnen hier einige Informationen geben.

Letzte Ölung? – Was tun, wenn der Tod nahe ist?

Was man früher unter „letzte Ölung“ verstand, war eine Engfassung des Sakramentes der Krankensalbung auf den Sterbevorgang. Eigentlich gehören zu der sakramentalen Begleitung eines Sterbenden der Empfang der Eucharistie und der Versöhnung (Beichte), sowie der Krankensalbung. Viele ältere Menschen unserer Gemeinde, die aus Krankheitsgründen nicht mehr am Gottesdienst teilnehmen können, wird monatlich die Krankenkommunion gebracht. Auch das Sakrament der Versöhnung kann helfen am Ende des Lebens mit Schuld fertig zu werden. Oft wird vor schweren Operationen, bei schwerer Krankheit oder im hohen Alter das Sakrament der Krankensalbung gespendet, als Stärkung und Vergewisserung in Gott.
Toten kann kein Sakrament gespendet werden. Von daher ist es sinnvoll nicht erst ganz zum Schluss einen Seelsorger zu bitten, die Krankensalbung zu spenden. Diese wird am besten im Kreis der Angehörigen gefeiert, damit der Kranke sich auch vom Gebet der anderen getragen weiß.
Bei einem Sterbefall kommt nach Möglichkeit jeder Priester auch zu ihnen ins Haus, um die Angehörigen oder Betroffenen zu begleiten und mit ihnen zu beten. Über das Pfarramt können sie Pfarrer Kolks telefonisch erreichen.

Vorbereitung der Beerdigung

Normalerweise wird die Gemeinde vom Beerdigungsunternehmen über den Tod eines Gemeindemitgliedes informiert und spricht den Termin für die Beerdigung ab. Der Pfarrer oder seine Vertretung setzen sich dann mit den Angehörigen in Verbindung, um den Termin für ein Kondolenzgespräch auszumachen.
In Spellen ist es Brauch, dass Tote um 11.30 Uhr „Überläutet“ werden. Mit dem Läuten der Totenglocke wird die Gemeinde darauf aufmerksam gemacht, dass eines ihrer Mitglieder verstorben ist. Name und Termin der Bestattung werden durch einen Aushang im Schaukasten bekannt gemacht. In den Gottesdiensten bis zur Bestattung wird für den Verstorbenen namentlich gebetet.

Unser Friedhof

Unsere Gemeinde besitzt einen eigenen Friedhof, allerdings können Bestattung auch auf anderen Friedhöfen selbstverständlich vorgenommen werden. Auf dem Friedhof an der Mehrumer Str. können alle Gemeindemitglieder bestattet werden oder einen Begräbnisplatz für ihre nahen Angehörigen erwerben. Verwaltet wird der Friedhof durch die Zentralrendantur in Dinslaken. Für die Pflege ist die Friedhofsgärtnerei Schulte-Ortbeck zuständig. Ehrenamtlich kümmern sich Kirchenvorstandsmitglieder um den Friedhof.

Als katholischer Friedhof will dieser Ort von unserer Hoffnung für unsere Verstorbenen Zeugnis geben und ist nicht nur ein Platz der Erinnerung. In einem Gebet des Beerdigungsritus heißt es: „Durch deine Auferstehung hast du, Christus, das Grab für uns zum Zeichen der Hoffnung gemacht.“ Dies soll auch in der Gestaltung und Pflege der Gräber zum Ausdruck kommen. Wir sind gerne bereit ihnen dabei beratend zur Seite zu stehen.

Näheres über Friedhofsgebühren und Möglichkeiten Begräbnisplatzwahl, entnehmen sie bitte der Friedhofsordnung und –satzung, die im Schaukasten des Friedhofs aushängt oder über die sie der Bestatter informieren kann.

Die Bestattung

Bestattet wird normalerweise zwischen drei und sechs Tagen nach dem Todesfall. Vor der Beerdigung wird sie der Geistliche besuchen zu einem Gespräch. Vorher werden sie schon mit dem Bestatter über die Form der Beerdigung gesprochen haben. Diese hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Anzahl der Teilnehmer, der Lebens- und Glaubenssituation des Verstorbenen und einigen anderen Faktoren.

In Spellen ist die häufigste Form das Seelenamt mit anschließender Beisetzung auf dem Friedhof. Dazu versammelt sich die Trauergemeinde in der Kirche und feiert die Heilige Messe und zieht dann zum Friedhof, wo in der Trauerhalle der Sarg aufgebahrt ist. Nach der Aussegnung in der Halle, zieht man mit dem Sarg zu Grab, um dort Abschied zu nehmen.
Wenn sich keine Heilige Messe anbietet, weil vielleicht der größere Teil der Angehörigen evangelisch ist, kann auch in der Kirche ein Trauergottesdienst ohne Abendmahl gehalten werden.

Bei zahlenmäßig kleinen Beerdigungen kann der Gottesdienst auch in der Kapelle des Elisabeth-Altenheimes gehalten werden. Andere Formen der Beerdigungsfeier können immer mit dem Geistlichen abgesprochen werden, wenn diese dem Geist einer christlichen Bestattung nicht widersprechen.